Tarifvertrag druckindustrie 2018

• Ireland- Independent Newspapers und die Irish Times (Druckereien). Traditionell ist ein Tarifvertrag definiert als eine Vereinbarung zwischen einer Gewerkschaft oder einer anderen Arbeitnehmervereinigung einerseits und einem Arbeitgeberverband oder einem Unternehmen andererseits. • In Finnland bietet ein sektoraler Kodex Journalisten längere Urlaubszeiten als andere nationale Arbeitnehmer. Nach dem ersten Jahr der Beschäftigung beträgt der Jahresurlaub eines Journalisten vier Wochen und der Winterurlaub ist eine zusätzliche Woche. Nach zwei Jahren beträgt der Jahresurlaub fünf Wochen und der Winterurlaub ist eine zusätzliche Woche. Nach zehn Jahren Beschäftigung hat der Arbeitnehmer Anspruch auf eine zusätzliche Urlaubswoche. Die in der Pressebranche Beschäftigten können auch für eine bestimmte Anzahl von Abenden und Nachtschichten zusätzliche Urlaubszeit erhalten. Auch Drucker, Angestellte in der Medienbranche und Zeitungszusteller haben einen besseren Jahresurlaub als das gesetzliche Niveau: Der Jahresurlaub beträgt fünf Wochen (30 Tage) und der Winterurlaub ist eine Woche (5 Tage). Für Schichtarbeiter beträgt der Winterurlaub zwei Wochen (10 Tage). Darüber hinaus erhält eine Arbeitnehmerin während ihres Mutterschaftsurlaubs in der Druckbranche ihr volles Gehalt für insgesamt drei Monate. Die Debatte in Italien findet rund um die Frage der “falschen Selbständigkeit” statt. Um dieser Praxis zu bekämpfen, wird in dem von den repräsentativen Gewerkschaften unterzeichneten Abkommen auf Gemeinschaftsebene eine Empfehlung ausgesprochen.

Sie legt die Arbeitsbedingungen fest, die einen Journalisten, der einen Arbeitsvertrag haben muss, von einem selbständigen Journalisten unterscheiden: Es kann der Schluss gezogen werden, dass ein Arbeitsvertrag besteht, wenn der Journalist dem Verleger gegenüber verantwortlich ist. Zwar können verschiedene Kriterien auf das Bestehen einer solchen Beziehung hinweisen (Arbeiten in den Räumlichkeiten des Verlags, festgelegte Arbeitszeiten usw.), doch “müssen alle rechtlichen und de facto Elemente der Beziehung zwischen dem Verleger und dem Journalisten als Ganzes berücksichtigt werden, um festzustellen, ob es sich um eine Verantwortlichkeit oder kein Verantwortlichkeit handelt”. Außerdem “empfehlen die Parteien, strittige Sachverhalte beizuklären und keine neuen zu schaffen”. In Deutschland war das Drucken und Publizieren in den 1970er Jahren eine der streikstärksten Branchen. Dies war insbesondere auf Konflikte zurückzuführen, die sich aus der Einführung neuer Technologien ergaben. Seitdem ist die Streiktätigkeit zurückgegangen, aber sowohl die Tarifrunde für Zeitungsredakteure im Jahr 2004 als auch im Druck 2005 beinhalteten Arbeitskampfmaßnahmen. Im Jahr 2004 waren nach Gewerkschaftsangaben rund 3.000 Beschäftigte an Streiks beteiligt. Die Arbeitskampfmaßnahmen erfolgten in Form von aufeinanderfolgenden Wellen kurzfristiger Streiks.

In der Tarifrunde 2005 im Druck beteiligten sich 15.000 Beschäftigte in 190 Betrieben an sogenannten Warnstreiks. In Deutschland sind Teilzeit- und Befristete Arbeitnehmer jedoch ebenso wie andere Arbeitnehmer durch die Tarifverträge im Druck und Verlagswesen abgedeckt.